105. Das FSJ Kultur bringt dich weiter

Internetartikel über zwei Freiwillige 2009/2010.

Sie schnuppern Bühnenluft, lernen Künstler kennen und organisieren hinter den Kulissen - Melissa und Ronja tauchen beim Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Kultur ein Jahr lang in den Kulturbetrieb ein.

Überbrücken und orientieren

Ronja kam zum FSJ Kultur, weil sie sich beruflich orientieren wollte. Sie hatte den Realschulabschluss gemacht und die fachgebundene Hochschulreife erworben. Was nun folgen sollte, wusste die 19-Jährige nicht genau. "So entschied ich mich, ein FSJ zu machen und darin den Berufsalltag im Kulturbereich kennenzulernen", sagt sie. Melissa wollte nach dem Realschulabschluss eigentlich eine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau beginnen. Doch sie hatte keine Chance auf einen Ausbildungsplatz, weil sie unter 18 Jahre alt war. Die Zeit bis zur Volljährigkeit musste nun sinnvoll genutzt werden. Im FSJ Kultur schien das möglich: "Denn dort übe ich bereits Tätigkeiten meines Wunschberufs aus", sagt Melissa.

Kultur stellt viele Aufgaben

Ronja leistet ihr FSJ beim Erzählkulturverein Coburg. Dort stellt sie Puppen für das Figurentheater her, betreut Künstler, recherchiert pädagogische Hintergründe für Schulprojekte und hilft bei der Pressearbeit. Sie arbeitet mit ihrer Chefin in einem Zweier-Team. "Dadurch lerne ich eine große Bandbreite an Tätigkeiten kennen", sagt sie begeistert.

Melissa ist am Jungen Theater in Augsburg und hat dort ebenfalls vielfältige Aufgaben: Sie studiert mit Kindern kurze Theaterstücke ein, sie hilft bei den Requisiten und bei der Organisation von Festivals. Überbrücken und orientieren

Zweimal eine gute Erfahrung Für Melissa und Ronja hat das FSJ viel gebracht. "Es hat mir bestätigt, dass Veranstaltungskauffrau der richtige Beruf für mich ist", sagt Melissa. Herausgefunden hat sie das vor allem in den begleitenden Seminaren und Workshops. "Darin konnten wir uns ausprobieren und den eigenen Weg finden", sagt Melissa.

Ronja hat das FSJ gezeigt, dass sie beruflich im Kulturbereich arbeiten möchte. Und auch persönlich hat sie einiges mitgenommen: "Ich bin durch den Umzug nach Coburg reifer geworden", sagt sie stolz. "Und ich habe gelernt, anderen Menschen noch positiver zu begegnen."

Quelle: http://www.planet-beruf.de/FSJ-Kult...

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